Rap Attack FestivalNachdem schon in Görlitz das Bangarang Festival ordentlich in die Hose ging, hat es jetzt das Rap Attack Festival in Mülheim an der Ruhr getroffen.  Man hat ordentlich deutsche Acts, wie z.B Snaga&Pillath, AlphaGun,  Joe Rilla, Marteria usw. insgesamt 23 Acts gebucht. Na ja von gebucht kann nicht die Rede sein, denn alle Künstler sind nur für entstehende Nebenkosten (Hotel, Anfahrt usw.) aufgetreten. Mit den Eintrittsgeldern wollte man karitative und soziale Einrichtungen unterstützen. Nur blöd, wenn gerade mal 300 Leute die 10 Euro Eintritt bezahlen und so die Veranstalter nicht mal die benannten Unkosten decken können.  Ein kurzer Auszug aus dem Statement des Veranstalters: “Trotz des tollen Programms und dem sehr günstigen Eintrittspreis blieben die Besucher aus.” Während einiger Künstler davon sprechen, dass der Veranstalter vorm Ende des Festivals mit der Kohle abgehauen sei, pocht dieser auf eine Abmachung die bereits im Vorfeld kommuniziert wurde: “Wir als Veranstalter haben in allen Vorgesprächen darauf hingewiesen das wir selbst bis ca. 21.00 Uhr nur vor Ort sein können um die anderen Locations zu eröffnen.” Vielleicht sollte man dann aber wenigstens einen Vertreter vor Ort lassen. Immerhin hat man 23 Acts gebucht, die schon mal wissen wollten wann sie auftreten.  Zitat von Casper (einem der Acts) aus seinem Blog: “wir sind 3/4 der zeit herumgerannt und haben versucht herauszufinden, wann wir denn nun dran sind, bis uns ziemlich wichtig mitgeteilt wurde: “halt dich einfach an den act vor dir”.” Eine wichtige Lehre zieht die Crew um Casper aus so einer Aktion: “Uns tut es leid, wir werden sicher künftig auf weniger Shows vertreten sein, da wir mehr selektieren werden und auch im Vorfeld anders an die Sachen herantreten werden.” Eine Schlussfolgerung, die wohl mehr den je jedem Act in der Zukunft betrifft, wenn es so weiter geht, dass jeder “Business” machen will mit Hip Hop Musik.

[Update] Ebend auf dem Spit-TV.de-Blog noch ein Video mit einigen Interviews vom Festival gefunden.